Hallo, ich bin Obsi aus Äthiopien.

Hier bin ich zu Hause – Mosambik



Mosambik liegt im Südosten Afrikas, der Insel Madagaskar gegenüber. Von seiner langen Küste steigt es in Stufen zum Hochland mit dem über 2.400 Meter hohen Monte Binga an.

Zwischen Traumstränden und Trockensavanne.



Am Indischen Ozean locken Sandstrände und Korallenriffe. Der größte Teil des Landes besteht ausTrockensavanne. Ein sehr kleiner Teil ist Ackerland. Die Flüsse aus dem Hochland – der bekannteste ist der Sambesi – bringen frisches Wasser, oft aber auch Überschwemmungen. Kühle Nächte gibt es nur im Landesinneren. Sonst ist es stets heiß und schwül.

Wenn viele helfen –
kann viel gedeihen


Viel Blutvergiessen und verlorenes Potenzial



Bis es im 16. Jahrhundert die Portugiesen besetzten und lange ausbeuteten, gehörte Mosambik zu einem durch Handel und Eisen mächtigen Reich. Nach blutigem Kampf wurde das Land 1975 sozialistische Volksrepublik. Die Wirtschaft brach zusammen, weil das Wissen der vertriebenen weißen Farmer fehlte. Ein neuer Bürgerkrieg zerstörte, was noch übrig war. 1992 kamen mit dem Frieden Privatisierung und Wiederaufbau. Flutkatastrophen machten 2000/01 und 2007 vieles wieder zunichte.

Schlechte Chancen für ein langes Leben



Mehr als 50 % haben kein sauberes Trinkwasser. Anlagen sind zerstört und Menschen und Tiere nutzen dieselben Wasserstellen. Vor allem Kinder erkranken oft gefährlich an Durchfall, Malaria und Atemwegsinfektionen. Die medizinische Versorgung ist minimal: Es gibt kaum Gesundheitsstationen, Material oder geschultes Personal. Größtes Problem ist AIDS. Jeder siebte 15- bis 49- Jährige ist infiziert, Medikamente fehlen und die Zahl der Waisen und kindergeführten Haushalte steigt.

Kleine Erfolge - von der Natur zerstört



Der Großteil der Familien lebt vom Anbau von Nüssen, Baumwolle, Zuckerrohr, Tee oder Tabak. Selten können sie sich von den Erträgen ausreichend ernähren oder gar kleine Gewinne erwirtschaften. Oft fehlt der Regen, es gibt Naturkatastrophen, Ernten fallen aus und Nahrungsmittel werden knapp. Auch mangelt es an landwirtschaftlichen Kenntnissen, Saatgut und Geräten. 38% der Menschen leben von weniger als einem US-Dollar pro Tag, 45% sind unterernährt.

Bildung - hier ist noch viel zu tun



Mehr als 50 % der über 15-Jährigen sind Analphabeten. Der Unterricht ist kostenlos und 76 % der Kinder werden eingeschult. Aber kaum 50% erreichen die fünfte Klasse, weil für viele Familien das benötigte Material zu teuer ist. Ist dann, wie häufig auf dem Land, die Qualität des Unterrichts schlecht, behält man die Kinder – vor allem die Mädchen, die früh verheiratet werden – zum Mitarbeiten zu Hause.

Mein Zuhause in Zahlen



FLÄCHE
799.380 km2
(Dt. 360.000 km2)

EINWOHNER
21.6 Mio. (Dt. 82 Mio.)

WÄHRUNG
Metical
  AMTSSPRACHEN
Portugiesisch

SPRACHE
Emakhuwa, Xichangana, u.v.a.

ZEITZONE
MEZ

RELIGIONSZUGEHÖRIGKEIT

18% Muslime, 45% traditionelle afrikanische Religionen, 37% Christen

JUNG UND ALT
44,3% der Bevölkerung sind unter 14 Jahre alt. Die Lebenserwartung liegt bei nur 42 Jahren. Die HIV-Infizierungsrate beträgt offiziell bereits 13%.
  WIR SPRECHEN
26,1% Emakhuwa, 11,3% Xichangana, 8,8% Portugiesisch, 7,6% Elomwe, 6,8% Cisena, 5,8% Echuwabo, 32% andere mosambikische Sprachen, 1,6% andere Fremdsprachen

HIER LEBEN
99,66% Afrikaner (Makhuwa, Tsonga, Lomwe, Sena und andere), 0,06% Europäer, 0,2% Euro-Afrikaner und 0,08% Inder.

Ein Vergleich



MOSAMBIK

Lebenserwartung:
42 Jahre

Ärzte pro 100.000 Einwohner:
3

Säuglingssterblichkeit:
105 von 1.000

Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren:
163 von 1.000

Einschulungsrate in der Grundschule:
76%

Kinder, die die 5. Klasse erreichen:
49%

Analphabeten:
66%
DEUTSCHLAND


79 Jahre


337


4 von 1.000


5 von 1.000


100%


100%


0,5%


DIE GRÖSSTEN BERGE IM VERGLEICH
Deutschland: Zugspitze: 2.962 m Höhe

Mosambik: Monte Binga: 2.436 m Höhe (an der Grenze zu Simbabwe)

SONNENSTUNDEN PRO JAHR
Mosambik: 2.753, Deutschland: 1.550
Sonne
KLIMA
Mosambik: tropisch/ feucht und trocken
Deutschland: kontinental/ maritim
Klima
MENSCHEN PRO KM2
Mosambik: 25
Deutschland: 236
Menschen
28 Mio. Hühner, 211.000 Schweine, 1,2 Mio. Rinder, viele, viele Zebras

Wege in eine bessere Zukunft

Unterstüzung und Hilfe



Mosambik ist eines der ärmsten Länder der Welt. Seine enormen Probleme kann es ohne Hilfe nicht bewältigen. Auf politischer Ebene erhält das Land internationale Unterstützung. Karitative Organisationen konzentrieren sich auf die Verbesserung der alltäglichen Situation der Menschen, vor allem in den Bereichen Gesundheit und Bildung, und tragen dazu bei, den Menschen neue Perspektiven zu geben.

Hilfe für Kind, Familie und Umfeld

World Vision hilft weltweit Menschen in Not – und setzt dabei auf nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe. Die Unterstützung kommt immer dreifach an: bei den Kindern, ihren Familien und ihrem Umfeld. In Mosambik hat World Vision erstmals 1988 Katastrophenhilfe geleistet. Seit vielen Jahren werden hier Entwicklungsprogramme durchgeführt. So wird etwa die Nahrungsmittelversorgung gefördert, um der Bevölkerung zu einem besseren Lebensstandard zu verhelfen.

Weiterführende Informationen

Länderinformation Mosambik (PDF, 8 S., 2,3 MB)

World Vision Projekte in Mosambik



Regional-Entwicklungsprojekt Saua Saua (PDF; 4 S., 1,3 MB)
Transparenzpreis 2010 DZI Spendensiegel Deutscher Spendenrat Aktion Deutschland Hilft
Hotline: 0800 - 0 10 20 22
Mo.-Fr. von 8:00 - 20:00 Uhr - kostenfrei


Spendenkonto:
Evangelische Kreditgenossenschaft,
Konto 8800, BLZ 520 604 10