Hier bin ich zu Hause – Mali
Vier sehr unterschiedliche Klima- und Landschaftszonen prägen das Bild des Landes im Nordwesten Afrikas, das zwischen Algerien und Mauretanien im Norden und der Elfenbeinküste im Süden liegt.
Zwischen Bergen, Wasser und Wüste.
Die Sahara und die Sahelzone mit ihrer Dornbusch- und Grassavanne gehen in der Landesmitte in eine Baumsavanne über. Trennlinie zum Süden ist der Niger. Seine vielen Flussarme bilden ein breites Delta mit feuchtheißem Klima. Erst im fruchtbaren, feuchten Tiefland findet die Bevölkerung gute Lebensbedingungen – aber die Wüste dringt unaufhaltsam vor.
Wenn viele helfen –
kann viel gedeihen
Von märchenhaftem Reichtum zu bitterer Armut
Das alte Königreich Mali war für seinen Reichtum durch Goldhandel berühmt. Lange lebte es unter Herrschaft arabisch-berbischer Völker. Im 19. Jahrhundert wurde aus Mali Französisch-Sudan. 1960 kamen Unabhängigkeit, ein zunächst sozialistischer Kurs und dann über 20 Jahre Militärdiktatur. Seit den ersten freien Wahlen 1992 ist die Republik ein gelungenes Beispiel stabiler Demokratie in Afrika.
Am guten Willen fehlt es nicht
Traditionell ist Bildung in Afrika Sache der Großfamilie; dem europäischen Modell steht man skeptisch gegenüber. Geschätzte 76 % sind daher Analphabeten. Jede Volksgruppe spricht ihre eigene Sprache, aber die Kinder lernen in der Schule schnell Französisch. Jedoch: Mangelhafte Unterrichtsqualität und Lehrerausbildung, überfüllte Klassen und in Dorfschulen oft die Pflicht, den Lehrer zu bezahlen führen dazu, dass viele Kinder nicht die Schule besuchen.
Wüste auf dem Vormarsch
80% der Malier bauen im fruchtbaren Süden Reis, Hirse, Maniok und Süßkartoffeln für den Eigenbedarf und Baumwolle für den Export an, treiben Viehzucht oder Fischfang. Gold ist ein bedeutsames Exportgut, aber die verarbeitende Industrie wenig entwickelt. Bei ausreichend Regen kann das Land seine Bürger mit Nahrung versorgen. Aber immer öfter bleibt er aus, die Wüsten rücken vor und die Bevölkerung wächst schnell. Mali ist heute eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt.
Aufklären und Vorsorge leisten
Ärzte und ausgebildete Hebammen fehlen. Nur 8 % der Kinder kommen mit ihrer Hilfe zur Welt; lediglich 20 % sind ausreichend geimpft und 25 % sterben früh. Nur 50 % haben sauberes Trinkwasser und sanitäre Anlagen; Durchfallkrankheiten und Malaria sind die oft gefährliche Folge. Immer noch 92 % der Mädchen werden „beschnitten“; das Infektionsrisiko dabei ist enorm. Die HIV-Infektionsrate ist für Afrika mit 1,5 % noch relativ gering. Aber Aufklärung ist dringend nötig.
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Mein Zuhause in Zahlen
FLÄCHE
1.240.190 km2
(Dt. 360.000 km2)
EINWOHNER
11,6 Mio. (Dt. 82 Mio.)
WÄHRUNG
CFA-Franc
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AMTSSPRACHEN
Französisch
SPRACHE
Französisch, Bambara, viele afrikanische Sprachen
ZEITZONE
MEZ -2 Stunden |
RELIGIONSZUGEHÖRIGKEIT
5 % Christen

JUNG UND ALT
47,7% der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt. Die Lebenserwartung liegt bei nur 53 Jahren. Die HIV-Infizierungsrate beträgt offiziell bereits 1,5%. |
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WIR SPRECHEN
Französisch als Amtssprache, Bambara (61%), Fulfude, Sonrhai und viele andere Sprachen.
HIER LEBEN
50% Mande (Bambara, Malinke, Soninke), 17% Peul, 12% Voltaic, 6% Songhai, 10% Tuareg und Moor, 5% Andere. |
Ein Vergleich
MALI
Lebenserwartung:
53 Jahre
Ärzte pro 100.000 Einwohner: 8
Säuglingssterblichkeit:
120 von 1.000
Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren:
218 von 1.000
Einschulungsrate in der Grundschule:
59%
Kinder, die die 5. Klasse erreichen:
87%
Analphabeten:
76%
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DEUTSCHLAND
79 Jahre
337
4 von 1.000
5 von 1.000
100%
100%
0,5% |
DIE GRÖSSTEN BERGE IM VERGLEICH
Deutschland: Zugspitze: 2.962 m Höhe, Wettersteinkalk
Mali: Hambori Tondo: 1.155 m Höhe, Sandstein
SONNENSTUNDEN PRO JAHR
Mali: 2.433, Deutschland: 1.550 |
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KLIMA
Mali: heißes Wüstenklima
Deutschland: kontinental/ maritim |
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MENSCHEN PRO KM2
Mali: 11
Deutschland: 236 |
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