Japan: World Vision engagiert sich noch zwei Jahre im Erdbeben- und Tsunami-Gebiet
World Vision kann ein Jahr nach dem schweren Erdbeben in Japan eine erfreuliche Bilanz des Nothilfe-Einsatzes im Nordosten ziehen. "Unsere Hilfe hat vielen Kindern und älteren Menschen Lebensfreude zurückgegeben, gestresste Mütter entlastet, Familien zu neuem Einkommen verholfen und das Zusammenleben in Notunterkünften erleichtert", berichtet Einsatzleiterin Mariko Kinai.
Bis März 2014 will sich World Vision weiter engagieren und mit den weltweit eingesammelten Spenden rund 300.000 Menschen unterstützen - überwiegend Bewohner der Präfekturen Miyagi und Iwate, aber auch aus Fukushima evakuierte Kinder und Erwachsene.
Zur Pressemitteilung: Japan ein Jahr nach der Dreifach-Katastrophe
Schnelle Hilfe nach der Katastrophe
Am 11. März 2011 löste ein Erdbeben in Japan einen Tsunami und das Reaktorunglück in Fukushima aus. Bei der Katastrophe starben fast 20.000 Menschen; annähernd eine halbe Million Menschen wurde auf einen Schlag obdachlos. Mit seinen Mitarbeitern in Tokio beteiligte World Vision sich sofort an der Notversorgung der Betroffenen, die bei Kälte und Schnee in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden untergebracht wurden.
Unterstützt von Firmen und freiwilligen Helfern, verteilte World Vision in den ersten Wochen u.a. Decken, Kleidung, Babynahung und Hygieneartikel. Später wurden Gemeinschaftsküchen eingerichtet, um die Ernährung zu verbessern. Den Einzug in die von der Regierung bereitgestellten Container-Wohnungen erleichterte World Vision durch eine Grundausstattung an Matratzen, Kochgeschirr und anderen Haushaltsgütern. In 7 Kinderschutzzentren wurde evakuierte Mädchen und Jungen dabei geholfen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten.
Überwältigende Solidarität aus dem In- und Ausland
Auch wenn die Nothilfe jetzt abgeschlossen ist, bleibt noch viel zu tun. Die Arbeit der Hilfsorganisationen an der Basis werde sehr geschätzt, sagt Mariko Kinai. "Schon vor dem Erdbeben waren viele Menschen aus der Region wegen der schwachen Wirtschaft und der Abwanderung junger Leute verunsichert und fühlten sich eher am Rand der Gesellschaft." World Vision verfolgt mit seinen weiteren Projekten das Ziel, Arbeitsmöglichkeiten zurück zu gewinnen oder zu verbessern und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu fördern.
"Einiges hat sich schon zum Positiven verändert", meint die Einsatzleiterin. „Kizuna“ – das japanische Wort für Beziehungen – habe durch die Solidarität aus dem In-und Ausland viele neue Bedeutungen bekommen. Zum Beispiel auch durch deutsche Schülerinnen und Schüler, die über 1.000 selbst gemalte Bilder über World Vision an Kinder in Japan schickten.
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