Das Projekt Rebound

Das Projekt Rebound steht für die Verbesserung der Lebenssituation vom Krieg betroffener Kinder in Uganda. Im Distrikt Pader wird die Reintegration von Kindern und Jugendlichen, die auf unterschiedliche Weise zu Opfern des langjährigen Bürgerkriegs in Nord Uganda geworden sind, unterstützt.

 

Berufsbildung als Start in ein „normales“ Leben
Seit Jahren haben sich die Hilfsmaßnahmen von World Vision auf entflohene oder entlassene Kindersoldaten konzentriert. World Vision will den Kindern und Jugendlichen durch psychosoziale Betreuung, materielle Unterstützung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft ein Leben in Friedenszeiten ermöglichen.
Das Projekt möchte nun diese Erfahrungen aus der bisherigen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen nutzen und ausweiten. Um einer Stigmatisierung der Kindersoldaten vorzubeugen will World Vision mit den Projektmaßnahmen des Rebound-Projekts alle vom Krieg betroffenen Kinder in der Region unterstützen. Die Berufsbildungsprogramme werden deshalb nicht in gesonderten Trainingseinrichtungen durchgeführt, sondern wann immer möglich an staatliche Einrichtungen angegliedert. Durch zusätzliche psychosoziale Betreuung wird der besonderen Situation der Jugendlichen Rechnung getragen.

Peaceclubs helfen die Erfahrungen zu bewältigen
Des Weiteren will World Vision an allen staatlichen und privaten Berufsbildungseinrichtungen im Pader-Distrikt so genannte Peaceclubs (Klubs zur Friedensförderung) einführen.

Hier sollen die Jugendlichen die Möglichkeit bekommen, mit gleichaltrigen Betroffenen über ihre Erfahrungen zu sprechen, die Opfer- und Täterperspektive gleichermaßen verstehen zu lernen und dadurch ihre Erlebnisse und Erfahrungen zu verarbeiten. Workshops zu Musik, Tanz und Schauspiel ermöglichen es ihnen weiterhin – unter Anleitung und unter Berücksichtigung ihrer Kultur – ihre Erlebnisse auf kreative Weise aufzuarbeiten. Ergänzend dazu sollen auf lokaler sowie Distriktebene Kultur- und Sportveranstaltungen den Kontakt zwischen den Kindern und Jugendlichen schaffen und dazu beitragen, Vorurteile abzubauen.

Ein Projekt mit Zukunft
World Vision legt großen Wert darauf, dass Projektaktivitäten auch nach Beendigung der Projektlaufzeit (drei Jahre) weiterverfolgt und errichtete Gebäude auch weiterhin ihrem Ursprungszweck entsprechend genutzt werden. Deshalb werden von Anfang an lokale Behörden wie die Distriktverantwortlichen für Bildung und Verwaltung sowie andere regionale Respektspersonen aktiv in die Planung einbezogen. Gleichzeitig werden die Vorstellungen und Wünschen der betroffenen Jugendlichen soweit es geht berücksichtigt.
Die Maßnahmen sollen in enger Kooperation mit den beiden einzigen staatlichen berufsbildenden Einrichtungen in der Region (in Pajule und Kalongo) durchgeführt werden. Ziel ist es, dass alle Teilnehmer am Projektende zumindest einen kleinen staatlich anerkannten Abschluss haben. Da die beiden Berufsschulen vor allem Ausbildungen im Baugewerbe anbieten, die thematisch vornehmlich auf Jungen ausgerichtet sind, will World Vision mit einer privaten Einrichtung, die sich auf Ausbildungsgänge für Mädchen und Frauen konzentriert, kooperieren.

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