Nothilfe für Flüchtlinge aus Myanmar - jetzt helfen!

Flüchtlinge aus Myanmar

Mehr als 400.000 Kinder benötigen Hilfe

Nothilfe für geflüchtete Rohingya

In der Grenzregion zwischen Bangladesch und Myanmar wird jetzt jede Hilfe gebraucht, um hunderttausende notleidende Kinder vor Krankheiten zu schützen und ihre Familien mit dem Nötigsten zum Überleben zu versorgen. Hier ist ein großer Einsatz über die nächsten Monate nötig, um das unermessliche Leid zu lindern, sagt Fred Wittewen, der die Arbeit von World Vision in Bangladesch leitet und vor Ort in mehreren Flüchtlingslagern die Nöte gesehen hat. 

Aus dem Norden von Myanmar sind seit August mehr als 600.000 Menschen vor Verfolgung und Gewalt in das Nachbarland geflüchtet. Sie rechnen sich überwiegend zur muslimischen Rohingya-Minderheit, die in ihrer Heimat nicht als eigene Volksgruppe anerkannt wird. Viele von ihnen berichten, dass Angehörige getötet und ihre Häuser zerstört wurden. Traumatische Erinnerungen, eine anstrengende Flucht und mangelnde Versorgung zehren an ihren Kräften. Viele Familien haben noch keine Unterkunft, kein sauberes Wasser und kaum etwas zu essen. Allein 76.000 stillende Mütter benötigen dringend gesunde Nahrung. World Vision ist mit eigenen Mitarbeitern und mit Partnern vor Ort im Einsatz.

Wir rufen gemeinsam mit unserem Bündnis Aktion Deutschland Hilft zu Spenden auf, denn die Region ist arm und auf internationale Hilfe angewiesen.

Wir mussten plötzlich aufbrechen und alles zurück lassen. Jetzt haben wir nichts mehr. Wir schlafen in einem kleinen Zelt ohne Matten. Wenn es regnet, schlafen wir auf dem nassen Boden. Essen können wir nur, wenn uns jemand etwas gibt. Flüchtlingsfamilie im Grenzgebiet Myanmar-Bangladesch
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Flucht aus Myanmar

Der Sturm hat meine Lebensfreude mit sich gerissen

Es ist Mitternacht. Almarzan steigt mit ihrem Mann und fünf Kindern in ein Boot. In vier Stunden soll es die junge Familie nach Bangladesch bringen. Mit an Bord sind noch weitere 58 Menschen, die vor der Gewalt in Myanmar fliehen. Doch nur 38 werden das Festland erreichen. Denn als die Küste nur noch eine halbe Stunde entfernt ist, zieht ein Sturm auf. Das Boot kentert vor Cox’s Bazar, einem Touristen-Ort in Bangladesch.

So hilft World Vision vor Ort

Die Hilfsmaßnahmen von World Vision sind vor allem darauf ausgerichtet, die Gesundheit der Flüchtlinge zu stärken.  Das Team in Cox' Bazar verteilt gemeinsam mit Partnern Lebensmittel und Material für Unterkünfte sowie Hygiene-Pakete und Babysets an die Familien. Am Aufbau von Waschstationen, Latrinen und Stillräumen für Mütter wird gearbeitet. Auch Schutz-und Spielräume für Kinder sind geplant. 

Der Einsatz ist herausfordernd, da täglich weitere Menschen ankommen und die Flüchtlingscamps überfüllt sind. Fehlende Straßen erschwerten bisher Hilfstransporte, doch bemüht sich die Regierung von Bangladesch um Verbesserungen der Infrastruktur. In Myanmar haben internationale Hilfsorganisationen noch keinen Zugang zu den vom Konflikt betroffenen Gebieten. 

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Mit 40€ sichern wir beispielsweise die Erstversorgung eines Neugeborenen.

Mit 70 € kann ein Kind einen Platz für 6 Monate im Kinderbereuungszentrum erhalten.

Mit 70 € ermöglichen  wir einem Kind beispielsweise einen Platz für sechs Monate im Kinderschutzzentrum.

Mit Ihrer einmaligen Spende von beispielsweise 40 € oder 50 € unterstützen wir eine Familie mit Grundnahrungsmitteln (Mehl, Öl, Salz, Zucker) als Ernährungsbasis für einen längeren Zeitraum.

Mit Ihrer Spende unterstützen wir beispielsweise eine Familie mit Grundnahrungsmitteln, wie Mehl, Öl, Salz oder Zucker.

Hintergrund

World Vision arbeitet seit 1972 in Bangladesch und unterstützt rund fünf Millionen Menschen in 31 Distrikten des Landes. Die Programme verfolgen vier Schwerpunkte: neben der Verbesserung der Ernährung und Gesundheit von Kindern sowie einer qualitativ guten Bildung auch den Schutz von Kindern vor Gewalt und eine Stärkung der Widerstandsfähigkeit armer Bevölkerungsgruppen gegen Katastrophen.

Rohingya-Schicksale: Asif muss sich allein um sein Baby kümmern. Er weiß nicht ob seine Frau noch lebt.

"Ich weiß nicht ob meine Frau noch lebt", sagt Asif. "Als unser Haus brannte, war sie noch drin. Ich rannte einfach mit meinen beiden kleinen Söhnen auf dem Arm los".

Geflüchtete Rohingya-Frauen am Straßenrand in Bangladesch

Am Straßenrand im Bezirk Cox's Bazar begegnet man vielen Hilfe-Suchenden. Sahara Begum floh allein mit ihrem Baby. "Mein Mann wurde getötet - wir haben überlebt. Aber wir haben keinen Platz zum Leben und kein Geld", erzählt sie.

Rohingya-Familie im Flüchtlingslager in Bangladesch

Ferozas Familie ist froh zusammen und einstweilen in Sicherheit zu sein. Feroza sorgt sich aber um die Gesundheit ihrer Kinder. "Eine der größten Herausforderungen für uns ist der Mangel an Toiletten. Wir müssen den Hügel hinauf in den Dschungel gehen, und die Kinder haben oft Angst davor allein zu gehen."

Geflüchtete Kinder aus Myanmar holen Wasser im Flüchtlingslager in Bangladesch

Sufayet und Riyaz berichten vom beschwerlichen Alltag: "Mutter sagt, dass wir Wasser aus einem Brunnen holen sollen. Es ist schwer den vollen Wasserkrug zu ihr den Hügel hinauf zu tragen".

Alltag im Flüchtlingslager Balukhali in Bangladesch

Die Enge in den übervollen Lagern lässt den Familien wenig Ruhe.

Ein Junge aus Myanmar trägt seinen Bruder durch ein überflutetes Flüchtlingslager

Asaf trägt seinen jüngeren Bruder durch die Fluten. Der Regen hat das Flüchtlingscamp, in dem sie wenige Tage zuvor erst ihr Zelt aufgeschlagen hatten, unbewohnbar gemacht. "Ich weiß nicht wohin wir sollen und ob unser Elend jemals aufhören wird", überlegt der 11jährige.

Feroza ist hochschwanger aus Myanmar geflüchtet.

Feroza ist hochschwanger aus ihrer Heimat geflohen. "Mit meinem 9 Monate alten Baby im Bauch bin ich 5 Tage lang durch die Berge gelaufen", sagt sie. Ihre anderen Kinder hätten unterwegs oft geweint, aber anhalten konnte die Familie nicht.

Außenminister unterstützt Spendenaufruf

„Es handelt sich hier um eine verheerende humanitäre Katastrophe. Hunderttausende Menschen suchen Schutz und benötigen akut Hilfe. Daher unterstütze ich ausdrücklich den Spendenaufruf von Aktion Deutschland Hilft für die Flüchtlinge in Myanmar und Bangladesch. Die Organisationen des Bündnisses sind in Myanmar und Bangladesch zum Teil seit langer Zeit tätig und können auch unter den erschwerten Bedingungen Hilfe leisten“, sagt Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, Kuratoriumsvorsitzender des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft. UN-Generalsekretär António Guterres sprach kürzlich von der sich „weltweit am schnellsten entwickelnden Flüchtlingskrise und einem humanitären Alptraum“.