Hungersnot in Westafrika
In der westlichen Sahelzone bahnt sich eine neue Hungersnot an. Etwa 11 Millionen Menschen leiden bereits an den Folgen ausbleibenden Regens. In den kommenden Wochen werden bei vielen Familien die Nahrungsvorräte zur Neige gehen und die stark gestiegenen Preise für Lebensmittel für die Armen nicht mehr erschwinglich sein. In einigen Regionen brauchen Kleinkinder schon jetzt dringend lebensrettende Aufbaunahrung, da sie von schwerer Mangelernährung geschwächt sind.
Sofortige und nachhaltige Bemühungen sind erforderlich, damit aus der Krise keine Katastrophe wie am Horn von Afrika wird.
Dies geht auch aus einem gemeinsamen Aufruf von UN-Organisationen und Gebern wie der Europäischen Union vom 15. Februar hervor. World Vision arbeitet mit den Regierungen und anderen Hilfswerken zusammen, um eine Hungerkatastrophe zu verhindern.
In Mali, Mauretanien, Niger, Senegal und Tschad ist World Vision seit Jahren aktiv und verstärkt Aktivitäten, die Ernten sichern und den Zugang zu Trinkwasser und Gesundheitsvorsorge verbessern. Unterernährte Kinder werden in Kliniken und ambulant aufgepäppelt.
Schon 25 Euro reichen, um eine Familie mit Saatgut, Dünger und Pflanzenschutz-mittel auszustatten, sodass sie sich bald wieder selber versorgen kann. Mit 75 Euro können wir zehn unterernährten Kindern mit therapeutischer Zusatznahrung helfen.

Fakten zur Hungerkrise in Westafrika:
- Besonders betroffene Länder: Niger, Mauretanien und Mali
- Etwa 20 Millionen Menschen leben in den betroffenen Regionen
- Die Krise trifft die Ärmsten und Gefährdesten: West-Afrika gehört zu den ärmsten Regionen der Welt
- Laut Unicef sind ca. 1 Million Kinder von schwerer Mangelernährung bedroht.
- Geringer Abstand zur letzten Hungerkrise: Viele Regionen der Sahelzone leiden regelmäßig unter Nahrungsmittelkrisen. Normalerweise wiederholten sich diese alle 5-10 Jahre, so dass die Menschen sich darauf vorbereiten konnten. Die letzte Hungersnot liegt in manchen Regionen jetzt aber nur 2 Jahre zurück
Wie reagiert World Vision auf die Krise?
World Vision kümmert sich in der aktuellen Situation insbesondere um die Ernährung von Kindern, unterstützt seit Oktober bedürftige Familien mit Nahrungsmitteln, führt Impfungen von Nutztieren durch, verteilt Saatgut an Bauern und verbessert die Versorgung mit Wasser.
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„Wenn die Dürre schlimmer wird, muss uns mein Vater verlassen, um nach Weideland zu suchen. Dann ist nur noch unsere Mutter da, um für uns zu sorgen“, sagt die acht Jahre alte Kadjata Boye.Vor Ort in Westafrika: Mitarbeiter berichten
Aktuelle und persönliche Eindrücke aus Westafrika, sowie Berichte über die Nahrungsmittelkrise und die Hilfsmaßnahmen in Mali, Niger, Mauretanien, Senegal und Tschad: World Vision-Mitarbeiter vor Ort berichten.So kommt die Hilfe an!
Unterernährte Kleinkinder werden mit Zusatznahrung aufgepäppelt, Bauern werden mit Saatgut unterstützt, oder die Wasserversorgung eines Dorfes verbessert. Erfahren Sie anhand aktueller Beispiele, wie World Vision in Westafrika hilft.
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Rabiou Mohammad, Landwirt aus Niger, arbeitet mit neuen Landwirtschafts-Methoden ("farmer managed natural regeneration"), die zur Renaturierung beitragen. Er hat seither höhere Erträge und gibt sein Wissen an die Nachbardörfer weiter. Gastkommentar: Hungerkrise in der Sahelzone - Haben wir nichts dazu gelernt?
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