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Ein grünes und fruchtbares Afrika ist möglich


Ackerbau mit Bäumen mindert Hunger- und Klimaprobleme
Konferenz in Nairobi wirbt für neue Ansätze der Verbindung von Landwirtschaft und Umweltschutz

Beating Famine Conference in NairobiNairobi / Friedrichsdorf, 13.4.2012.
Ein grüner Sahel und eine Wiederbelebung verödeter Gebiete Afrikas sind möglich. Bis 2022 sollen Äcker in Ostafrika bis zu 20% mit Bäumen bewachsen sein, die das Kleinklima und die Bodenfruchtbarkeit verbessern. Dieses starke Signal ist von der "Beating Famine" Konferenz in Nairobi ausgegangen, die von World Vision und dem Agroforestry Institut organisiert wurde. "Noch nie habe ich an einer Konferenz teilgenommen, bei der die Teilnehmer am Ende so voller Hoffnung und Begeisterung waren", erklärt Silvia Holten, Pressesprecherin von World Vision Deutschland. Bereits Ende April und im Mai werden in Äthiopien und Uganda weitere Workshops zum Thema stattfinden.

An der Konferenz nahmen etwa 200 Teilnehmer aus der ganzen Welt teil. Vertreten waren Politiker aus Somalia, Kenia, Tansania, Uganda, Äthiopien, sowie Wissenschaftler von internationalen Instituten, Universitäten, Vertreter der Weltbank, der Vereinten Nationen und verschiedene Hilfsorganisationen. Der äthiopische Umwelt-und Agrarexperte Assefa Tofu von World Vision betont: "Wir haben den festen Willen, das vereinbarte Ziel umzusetzen. Afrikanische Länder müssen sich auf häufigere Dürren einstellen und der Bevölkerung helfen ihre Ernährungsgrundlage zu verbessern, statt sie durch Abholzung zu zerstören."

Die Teilnehmer der Konferenz waren sich einig, dass es einen Paradigmenwechsel geben müsse, von einer Landwirtschaft ohne Bäume, hin zu Ackerbau, der mit Bäumen die Artenvielfalt und Bodenfruchtbarkeit unterstützt. World Vision stellte für diesen Ansatz die FMNR-Methode vor, bei der Bauern keine Bäume pflanzen müssen, sondern einfach auf das Wurzelnetzwerk im Boden zurückgreifen können. Beispiele aus Äthiopien, Ghana und Niger zeigten, dass Bauern ihre Erträge damit schon nach wenigen Jahren deutlich verbessern und auch ihren Kindern eine gesündere Nahrungspalette bieten konnten. Äthiopien, das einen langfristigen Plan zur Wiederbegrünung verfolgt, konnte laut FAO innerhalb der letzten 6 Jahre auch seinen Waldanteil von 3 auf 11 Prozent erhöhen.

Der Teilnehmer der Weltbank und viele andere Vertreter erklärten, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um die Ideen der Konferenz in ihren Ländern umzusetzen. Sie nahmen von den Wissenschaftlern und Hilfsorganisationen auch die Botschaft mit, dass die Landnutzungsrechte und sozialen Probleme der Landbevölkerung berücksichtigt werden müssten. Bauern arbeiteten dann aus eigenem Interesse bei Renaturierungsprojekten mit, wenn sie sie nach lokalen Erfordernissen gestalten und die Erträge selbst vermarkten könnten.

Silvia Holten"Ich hoffe sehr, dass von dieser Konferenz eine Bewegung ausgeht, die sowohl auf dem afrikanischen Kontinent als auch weltweit alle gesellschaftlichen Kräfte vereint, um ein grünes Afrika Realität werden zu lassen" erklärt Silvia Holten.

Weitere Berichte zur Konferenz und zum Thema

ZDF-Beitrag in der heute-Sendung vom 12.4.
Deutschlandfunk am 10.4.

http://www.beatingfamine.com/

Africa Sience News
Reuters Altert Net
Blogbeiträge von Silvia Holten

Twitter-Beiträge unter @worldvisionDE oder #beatingfamine


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