GESUNDHEIT: WIRKSAME HILFE FÜR KINDER

Zu Projektbeginn hat World Vision gemeinsam mit der Bevölkerung die Probleme im Bereich Gesundheit analysiert. Zentrale Frage: Warum leiden so viele Kinder und Erwachsene an ansteckenden Durchfall- und Hauterkrankungen, Ruhr, Typhus und anderem? 
 

Verunreinigtes Wasser und fehlendes Wissen

Die Gründe waren vielfältig: Viele Menschen verrichteten ihre Notdurft im Freien. Dadurch war das Wasser in Tümpeln und Kanälen stark verunreinigt und verkeimt. Die wenigsten konnten eine Toilette benutzen. Auch fehlte es an grundlegendem Wissen über Hygiene und die Zusammenhänge zwischen Unsauberkeit und Ansteckungen. 
„Selbst, dass regelmäßiges Händewaschen vor Infektionen schützt, war den wenigsten Familien bekannt. Ebenso wenige wussten, dass das Abkochen des Wassers Keime abtötet“, erklärt Hannes Zimmer, Asien-Experte bei World Vision Deutschland. 

„Gerade weil viele der ansteckenden Krankheiten für Kinder leicht lebensbedrohlich werden können, war schnelles Handeln erforderlich“, berichtet Zimmer. „Für die Behörden stellten die vielfältigen Aufgaben eine enorme Herausforderung dar. Deshalb war die Hilfe von World Vision nötig und sehr willkommen.“ 

Latrinenbau und Schulungen

Um die Gesundheitssituation in Savar nachhaltig zu verbessern, hat World Vision zusammen mit lokalen Gruppen und Behörden über 500 Latrinen gebaut, die heute 96 Prozent der Bevölkerung Zugang zu einer hygienischen Toilette ermöglichen. Kinder, Eltern und Lehrer hat World Vision zum Thema Gesundheit und Hygiene geschult. 

Organisiert in lokalen Komitees halten die Dorfbewohner die sanitären Anlagen heute selbst instand. Rund 300 geschulte Komitee-Mitglieder engagieren sich auch in der Aufklärung ihrer Nachbarn. Durch diese Maßnahmen ging die Anzahl von Durchfallerkrankungen deutlich zurück.