Mehr gesunde Kinder

Zu Projektbeginn war vielen Familien nicht bekannt, dass sie mit einfachen Hygieneregeln (wie Händewaschen) Krankheiten vorbeugen können. So litten 44 Prozent der Kinder unter fünf Jahren an Durchfall. 

Jedes zehnte Kind war zudem akut unterernährt (untergewichtig) und dadurch geschwächter. Nur ein Drittel der Eltern wusste, dass sie ihre Kinder mit einfachen Maßnahmen helfen können. „Deshalb starben viele Kinder an eigentlich leicht behandelbaren Krankheiten“, berichtet Asien-Referent Hannes Zimmer von World Vision Deutschland. 

Latrinenbau und Hygieneschulungen

Um die Kindersterblichkeitsrate zu senken, hat World Vision die Bewohner in Latrinenbau geschult und besonders bedürftige Familien mit Baumaterial unterstützt. Die Familien haben insgesamt 7.121 Latrinen gebaut, sodass 87 Prozent der Haushalte versorgt sind. „Darüber hinaus haben wir uns für die sanitäre Ausstattung der Schulen eingesetzt“, sagt Zimmer. 

In Hygieneschulungen hat World Vision zudem Freiwillige gezielt über Krankheitsvorbeugung und Behandlung aufgeklärt, die ihr Wissen nun an die Familien und vor allem junge Mütter weitergeben, etwa mit speziellen Veranstaltungen wie dem „Handwaschtag“. Die von World Vision ausgebildeten Mitglieder sogenannter  Wasserkomitees sorgen außerdem dafür, dass Wasserstellen nicht verschmutzen und halten die sanitären Einrichtungen instand. 

Deutliche Ergebnisse: Gesunde Kinder

Den Kindern geht es heute viel besser, weil die Menschen nun Toiletten benutzen und Hygieneregeln beachten. So bringen Eltern jetzt schon den Kleinsten bei, wie wichtig etwa Händewaschen nach dem Toilettengang ist. Die Anzahl der Kinder unter zwei Jahren mit Durchfall ist auf acht Prozent gesunken. Auch die Kindersterblichkeit hat sich innerhalb von nur vier Jahren bereits deutlich verringert (2009 starben 70 Kinder pro 1.000 Geburten, 2013 waren es 50).